"Tod der Fischfeinde"
1920-Buch v. Hans von Debschitz
Sie sind alle aufgezählt: Kormoran und Fischreiher, Krähe, Elster, Möwe und Seeschwalbe, Fischotter, Bisamratte und Wasserspitzmaus u.v.m. Die Liste der natürlichen Feinde der Teichwirtschaften ist lang, wie das 1920 erschiene Werk "Tod der Fischfeinde" von Hans v. Debschitz belegt. Fischfeinde gibt es nicht nur im Tierreich, der Mensch, die Industrie, auch Pflanzen und zahlreiche Fischkrankheiten machen es Teichfischen immer wieder schwer.
"Tatsächlich gibt es keine einzige Tiergruppe, die schon in der freien Natur so sehr von ansteckenden Krankheiten geplagt ist wie die Fische". (Konrad Lorenz)
Quelle: Karpfen & Co Teichwirtschaft in der Lausitz





Silberreiher Problematik
Bestände steigen deutlich – Mithilfe bei Zählungen dringend nötig
In Sachsen ist in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme der Bestände von Silberreiher, Kormoran und anderen fischfressenden Vogelarten zu
beobachten. Was ursprünglich als Erfolg des
Artenschutzes galt, hat inzwischen in vielen
Regionen ökologische und wirtschaftliche
Konfliktdimensionen erreicht.
Der SLFV möchte aktiv dazu beitragen, eine
Entnahmemöglichkeit für Silberreiher in den sächsischen Teichwirtschaften zu etablieren.
Dafür benötigen wir belastbare Daten und Ihre
Unterstützung. Bitte melden Sie uns regelmäßig die Vorkommen fischfressender Arten in Ihrem Betrieb. Nutzen Sie gern die unten befindliche Zählliste und senden Sie regelmäßig Fotos Ihrer Sichtungen an den SLFV.


Prädatorenmanagement in anderen Bundesländern

Bayern
Der Fischottermanagementplan der Landesanstalt für Landwirtschaft
Da Fischotter immense wirtschaftliche Schäden in der bayerischen Teichwirtschaft anrichten, setzt das Land auf ein mehrsäuliges Management. Speziell ausgebildete Fischotterberater unterstützen Betriebe vor Ort. Das Programm finanziert sowohl präventive Schutzmaßnahmen (wie den Bau von Zäunen) als auch direkte Entschädigungszahlungen für nachgewiesene Fischverluste.

Brandenburg
Die Kormoranverordnung zur Abwendung von Fischereischäden
Die Kormoranverordnung des Landes Brandenburg erlaubt es Teichwirten, unter strengen rechtlichen Vorgaben aktiv gegen den massiven Fraßdruck vorzugehen. Betreiber von Teichwirtschaften dürfen die Neugründung von Kormorankolonien oder Schlafplätzen innerhalb ihrer Anlagen unterbinden. In bestimmten Schwerpunktgebieten gilt diese Erlaubnis sogar in einem Radius von bis zu zehn Kilometern um die Teiche herum.

Hessen
Technische Förderung und forstliche Absicherung für Fischzuchten
Das hessische Bibermanagement unterstützt Teichwirtschaften gezielt durch die Förderung baulicher Schutzmaßnahmen wie Untergrabschutz und Gitter an Teichanlagen. Zudem wird der Schutz von Uferbäumen mit Drahtmanschetten gefördert, um Schäden an der Infrastruktur durch Biberaktivitäten zu verhindern.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom
Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
