Europäischer Biber

Castor fiber

 

Der Europäische Biber (Castor fiber), auch Eurasischer Biber genannt, ist das größte Nagetier Europas. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 80 bis 102 cm und eine Schwanzlänge von bis zu 35 cm. Ausgewachsene Europäische Biber wiegen zwischen 23 und 30 kg. Wie alle Biber bewohnen sie Gewässer und deren Uferbereiche. Sie gestalten ihre Lebensräume aktiv und ernähren sich rein pflanzlich.

 

 

 

 

Zähne zu und durch?

Auswirkung von Bibervorkommen auf die Teichwirtschaft

In vielen Teichwirtschaften der Lausitz gefährdet die zunehmende Ausbreitung des Europäischen Bibers inzwischen die reguläre Bewirtschaftung. Besonders problematisch sind seine Grabaktivitäten in Teichdämmen: Röhrensysteme untergraben die Tragfähigkeit der Dämme, erschweren oder verhindern deren Befahrung und erhöhen das Risiko von Einbrüchen, Dammbrüchen und Wasserverlusten.

Zusätzlich staut der Biber Abläufe und Gräben mit Holz und Sediment. Ein planmäßiges Ablassen der Teiche ist häufig nicht mehr möglich; Fische verbleiben in sauerstoffarmen Restwassern, während aufwendige Beräumungsarbeiten nötig werden. Der personelle und finanzielle Aufwand für die Betriebe steigt stetig.

Unsere Teichlandschaften sind historisch gewachsene Kulturräume, entstanden durch jahrhundertelange Fischproduktion und gleichzeitig Rückzugsgebiete zahlreicher geschützter Arten. Ihr langfristiger Erhalt ist ohne funktionierende Bewirtschaftung nicht möglich. Daher braucht es ein wirksames Bibermanagement, das Naturschutz und Nutzung in Einklang bringt.

Die bisherigen Leitlinien in Sachsen sind ein erster Schritt, reichen jedoch nicht aus. Erforderlich sind klare, praktikable Regelungen, rechtssichere Eingriffsmöglichkeiten in besonders betroffenen Gebieten sowie umfassende Sanierungskonzepte für beschädigte Anlagen. Ziel muss es sein, Schäden präventiv zu vermeiden und Gefahren für Mensch, Infrastruktur und Natur abzuwenden.

Der Sächsische Landesfischereiverband bittet deshalb Fischer und Angler:
Bitte dokumentieren Sie Bibersichtungen und Schäden an Dämmen oder Staubauwerken in Ihren Gewässern und melden Sie diese an den Verband. Die gesammelten Daten sind wichtig für den Dialog mit Behörden und Naturschutzvertretern sowie zur Beantragung von Fördermitteln. Gemeinsam setzen wir uns für den Erhalt unserer Teichlandschaften ein.

Biber Problematik

Die Biberpopulation in unseren Teichgebieten breitet sich rasant aus und führt zunehmend zu Konflikten mit Bewirtschaftern. Besonders im Landkreis Görlitz und Bautzen kam es im vergangenen Sommer zu Problemen: 
Durch Dammbrüche und Grabungen verursachten Biber teils massive Wasserverluste. In der Teichwirtschaft Kreba drohte sogar das Trockenfallen eines großen Teichgebiets im 
Biosphärenreservat. Dank schneller Reaktion von Bewirtschafter und Baufirma konnte Schlimmeres verhindert werden. Die entstandenen Kosten trägt vorerst der Pächter, eine Entschädigung ist noch ungewiss.
 

Zentrale Kontaktstelle für das Bibermanagement

UNB - Bibermanagement im Landkreis Görlitz

Landschaftspflegeverband Oberlausitz e.V.

Förderung präventiver Maßnahmen gegen Biberschäden

Richtlinie »Aquakultur und Fischerei« (AuF/2023)

Härtefallausgleichsverordnung

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom 
Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. 

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