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"Tod der Fischfeinde"

Sie sind alle aufgezählt: Kormoran und Fischreiher, Krähe, Elster, Möwe und Seeschwalbe, Fischotter, Bisamratte und Wasserspitzmaus u.v.m. Die Liste der natürlichen Feinde der Teichwirtschaften ist lang, wie das 1920 erschiene Werk "Tod der Fischfeinde" von Hans v. Debschitz belegt. Fischfeinde gibt es nicht nur im Tierreich, der Mensch, die Industrie, auch Pflanzen und zahlreiche Fischkrankheiten machen es Teichfischen immer wieder schwer. 
"Tatsächlich gibt es keine einzige Tiergruppe, die schon in der freien Natur so sehr von ansteckenden Krankheiten geplagt ist wie die Fische". (Konrad Lorenz)

Quelle: Karpfen & Co Teichwirtschaft in der Lausitz

Die Bestandssituation des Kormorans in der DDR bis 1985 

Der Bestandsanstieg in der DDR seit 1980 und die erwähnten Ursachen zwingen zu weiteren Überlegungen. Die bisher bestehenden Festlegungen zur Bestandslenkung sollten konsequent weiter erfüllt werden, selbst wenn mit einem schnellen Rückgang des Bestandes durch Regulierung der Kolonien nicht zu rechnen ist. Sie sind aber ein Mittel, um die wirtschaftlichen Schäden in der Binnenfischerei zu begrenzen. Vorrangig entstehen solche Schäden durch die sich nach der Brutzeit zerstreuenden und aus den Nachbarländern zuwandernden Kormorane an Fischteichen. Deshalb muß die Schadensabwehr sich auf die gefährdeten Satzfischteiche konzentrieren! Horst Zimmermann

Breits im 18. Jahrhundert hat der preußische Staatsforst im Interesse der Fischerei für sein Forstschutzpersonal Prämien für den Abschuss der Kormorane und der Verhinderung von Brutkolonien ausgesetzt und ein durchaus erfolgreiches Kormoranmanagement praktiziert

 

In der damaligen DDR wurde, wie bereits erwähnt, ein maximaler Bestand von 1.000 Brutpaaren festgelegt. Auf Grund einer gezielten Bejagung und einer begrenzt zugelassenen Anzahl von Brutgebieten belief sich der Kormoranbestand durchschnittlich auf 5.000 Vögel.

 

Solange in Schutzgebieten nicht konsequent ein Kormoranmanagement stattfindet, bleibt unsere heimische Fischfauna unverändert gefährdet.

 

 

Bei der Bewertung der Kormoransituation geht es für uns heute weniger darum, ob es in Europa, Deutschland oder Sachsen einige hundert oder tausend Kormorane mehr oder weniger gibt oder wie viel Fisch ein einzelner Vogel täglich frisst. Angesichts eines europaweiten Bestands von deutlich über 2,3 Millionen Kormoranen sehen wir, dass zusätzliche Zählungen allein die aktuellen Herausforderungen nicht lösen werden.

Stattdessen halten wir es für wichtig, auf Grundlage der bereits vorliegenden Daten und wissenschaftlichen Erkenntnisse verantwortungsvoll zu handeln. Aus unserer Sicht haben die inzwischen sehr hohen Kormoranbestände spürbare ökologische Auswirkungen, die über den Schutz einzelner Fischarten hinausgehen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, die Situation ganzheitlich zu betrachten und ausgewogene Lösungen im Sinne des Natur- und Artenschutzes zu finden.

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